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Ein Zeitreise-Bericht der Klasse BGY22G2 des BSZ Delitzsch vom 3. bis 4. November 2022

Eine Szene, die sich im Jahre 2045 zugetragen hat…

1. Akt: Zu Hause

 Handelnde Personen:  

  • Mutter  
  • Vater  
  • Kind  
  • Charlie – Roboter  

Eine Familie sitzt morgens am Küchentisch.

Kind: Kann mich Charlie heute in den Kindergarten bringen?

Mutter: Ja, das ist okay. Geht ihr nicht heute in den Tierpark?

Vater (lächelt sein Kind an): Genau, das wird super!

Mutter (dreht sich zu Charlie): Steht heute noch etwas an?

Charlie: Ja, es steht die Wahl an. Vergiss nicht, auf deine E-Dem-App zu schauen.

Mutter (fasst sich an den Kopf): Danke für die Erinnerung, Charlie.

Kind: Kann mich Charlie auch wieder abholen?

Vater: Ja, klar.

Mutter: Ich muss los. Charlie holt dich dann wieder von dem Kindergarten ab. Euch viel Spaß! Ich werde die Wahl nicht vergessen. Charlie, bitte räume noch die Küche auf, sie sieht schlimm aus.

Charlie: Wird gemacht.

Die „4-köpfige“ Familie macht sich gemeinsam auf den Weg.


2. Akt: Im Pflegeheim

 Handelnde Personen:  

  • Bärbel – Patienin  
  • Ute – Patientin  
  • Cacea – Roboter  
  • Dr. Winter  

Bärbel und Ute sitzen in ihrem gemeinsamen Zimmer im Pflegeheim und plauschen.

Bärbel: Mensch, hast du Ulli letztens gesehen? Was für ein Bart, oder?

Ute (lacht): Ja!   

Bärbel: So kann man doch nicht rausgehen! Das sag ich dir!

Ute: Das stimmt. Oh, hallo Cacea, was machst du denn hier?

Cacea: Hallo Bärbel und Ute, ich muss heute eure Blutwerte messen.

Ute: Na das ist doch schön.

Der Roboter Cacea nimmt Ute und Bärbel Blut ab.

Cacea (zu Bärbel): Deine Werte sehen super aus. (zu Ute) Deine Zuckerwerte sind viel zu niedrig.

Ute: Mensch, dabei habe ich doch vorhin erst Kuchen gegessen.  

Cacea: Vergesst nicht, eure Medikamente zu nehmen.

Bärbel: Machen wir, danke Cacea.

Dr. Winter betritt das Zimmer.

Dr. Winter: Hallo meine Damen. Ich sehe, Ihnen geht es gut?

Ute und Bärbel (im Chor): Ja, Herr Doktor!

Dr. Winter (zu Cacea): Kannst du schauen, ob sonst alles okay ist hier? Ich muss gleich weiter.

Cacea: Wird erledigt.

Ute: Ich würde auch gerne so einen Roboter wie Cacea zuhause haben.

Bärbel: Ja, das wäre toll.

Sie sprechen über die medizinischen Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte, ohne die sie beide vermutlich nicht die 100er Grenze geknackt hätten.


3. Akt: Im Parlament

 Handelnde Personen:

  • Wähler  
  • Wissenschaftler  
  • Verschörungsdenker  

Die Bürger haben sich im Parlament versammelt, um zu wählen. Viele Bürger wählen mit der E-Dem-App. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, an der Wahl in Präsenz teilzunehmen.

Wähler (außer Atem): Ich hoffe, ich bin nicht zu spät! Hoffentlich haben die noch nicht angefangen. (fragt eine Frau neben sich) Geht’s schon los?

Die Frau nickt, legt aber den Zeigefinger auf ihre Lippen und blickt demonstrativ nach vorn zum Rednerpult.

Wissenschaftler: Guten Morgen meine Damen und Herren. Ich möchte Ihnen heute ein neues Medikament zur Krebsheilung vorstellen. Die Besonderheit des Medikaments besteht in der Zusammensetzung aus Alpha- und Betamolekülen. Es wurde zudem noch ein QX-Molekül eingesetzt, um die Wirksamkeit zu erhöhen. Wir haben das Medikament bereits getestet und alles lief fehlerfrei. Das Medikament ermöglicht die Krebsheilung, da die Krebszellen nach Einnahme innerhalb von wenigen Minuten absterben. Somit liegt die Garantie für die Krebsheilung bei 100 Prozent. Ich möchte Sie, die Bürger, fragen, ob das Medikament auf den Markt gebracht werden soll oder nicht. Wer dafür ist, hebt bitte die Hand. Wer dagegen stimmt, der lässt bitte seine Hand unten.

Verschwörungsdenker (regt sich auf): Ist das euer Ernst? Jede Woche bringen die ein neues Heilmittel gegen Krebs raus und dann bringt es doch nichts! Was sagst du denn?

Wähler: Ich finde das absolut okay.

Verschwörungsdenker: Ich kann mir das nicht vorstellen… Wie lange testet ihr das?

Wissenschaftler (ernst): Wir haben es drei Jahre lang getestet.

Verschwörungsdenker (außer sich): Drei Jahre… das ist viel zu wenig!

Wähler (protestiert): Im Jahr 2020 hat es nur ein halbes Jahr gedauert, bis die Impfung kam.

Verschwörungsdenker: Ja, ich habe mich damals auch nicht impfen lassen. Da waren doch die Chips drin!

Wähler: Ich werde also ausspioniert, oder was?

Verschwörungsdenker: Ja, hundertprozentig!

Wähler: Ja, na klar. Weißt du, mein Opa würde noch leben, hätte er rechtzeitig die Impfung bekommen. Geh doch nach Hause und rede da über deine Theorien, ich bin die Diskussion leid.

Er geht kopfschüttelnd weiter, während der Verschwörungsdenker ihm etwas hinterherruft.


Redaktion: eh.