Methodik

Die Szenario-Workshops folgen einem bewährten Methodenmix. Dabei setzen wir auf interaktives Lernen, Wecken von Neugierde und Entwicklung von kreativen Ideen. Die didaktischen Ansätze wurden in enger Absprache mit Prof. Dr. Ireneusz P. Karolewski (Universität Leipzig) und Prof. em. Dr. Heinz Kleger (Universität Potsdam) entwickelt, die das Projekt wissenschaftlich begleiten.

Aufdecken von Falschinformationen

In einem „Wahr oder Falsch“-Quiz stimmen die Schülerinnen und Schüler darüber ab, ob es sich bei den vorgestellten Aussagen um wahrhaftige Fakten oder Fake News aus populären Verschwörungstheorien handelt. Die Schülerinnen und Schüler prüfen eigenständig die genannten Aussagen und können ihre vorherigen Entscheidung revidieren. Anhand einer Clips mit populären verschwörungstheoretischen Inhalten arbeiten die Schülerinnen und Schüler die wesentlichen Elemente von Verschwörungsdenken heraus.

Szenario-Technik

Glück begünstigt den vorbereiteten Geist. Deswegen lohnt es, rechtzeitig eine langfristige Perspektive einzunehmen, damit wir Chancen und Herausforderungen erkennen und heute die richtigen Entscheidungen treffen. Die Szenario-Technik erforscht mögliche „Zukünfte“, spielt alternative Entwicklungspfade durch und zeigt zugleich, wie und warum es zu dieser oder jener bestimmten Zukunft gekommen ist. 

Die Szenario-Technik bietet die Möglichkeit, die Zukunft in unsere Gegenwart hineinzuholen und über sie zu sprechen. Zukunft wird damit greifbar, erfahrbar. Vor allem macht der Szenario-Prozess deutlich, dass die Zukunft beeinflussbar ist und dass wir mit der Politik der Gegenwart über unsere Zukunft mitentscheiden.  

Inszenierung

Wer etwas am eigenen Leib erfahren hat, vergisst das nicht so schnell. Die Schülerinnen und Schüler sollen deswegen ihre eigenen Zukunftsideen in Alltagsszenen übersetzen und diese fiktiven Geschichten einander vorspielen.

Die Abschlussdiskussion über jene „Live-Berichte aus dem Jahr 2045“ handelt letztlich von der eigenen Zukunft. Daher sind die Schülerinnen und Schüler bereit, konstruktiv über ihr eigenes Engagement vor Ort nachzudenken, um dazu beizutragen, dass sie in einer besseren Zukunft leben werden.


Hinweis: Einen guten Einblick in die Szenarien-Technik gibt unsere Publikation im Rahmen des Vorgängerprojekts „Zeitzeugen der Zukunft“, die von der Sächsische Landeszentrale für politische Bildung unter dem Titel „Die Demokratie von morgen. Materialien für die Durchführung eines Projekttags an Schulen in Sachsen“ veröffentlicht wurde.